Service: 2+

April 24, 2008

Es ist endlich Frühling! Draußen riecht es nach frisch gemähtem Gras. Die Sonne lässt das saftige Grün der Baumkronen schimmern. Die Menschen schälen sich aus ihren grauen Mänteln. Es ist warm und die Winterdepression hat endlich ein Ende!
Perfekte Zeit zum zocken also! Ich wette in Liberty City ist es auch Frühling oder vielleicht schon Sommer? (Obwohl, dann wäre es Niko doch sehr warm in seiner Trainigsjacke)
GTA IV kommt!! Und zwar schon nächste Woche! Zu dumm nur, dass meine XBox gerade letztens meiner HALO 3-Disc einen Heiratsantrag machen wollte und ihr einen wunderschönen Ring eingravierte…
Zum Glück war der Support bei Microsoft wahrhaft vorbildlich! Als die nette Dame mich allerdings in die Warteschleife drückte, bekam ich ein wenig Angst. Denn Mitarbeiter einer gewissen Telekommunikationgesellschaft machen sich gerne einen Spaß daraus, Kunden in die Warteschleife zu schicken und dann einfach aufzulegen. „Ich lasse die mal warten und lege einfach so auf! HAHA!“ (funktioniert auch mit der Weiterleitung: „Ich tue so als würde ich die weiterleiten und lege dann auf!“). Zum Glück war die nette Mitarbeiterin auch wirklich nett und anscheinend auch besser bezahlt und gab sich wirklich Mühe mich zufriedenzustellen. Meine Konsole wird also heute nachmittag von UPS abgeholt. Was sie da reparieren wollen, weiß ich nicht, denn das altbekannte Problem mit dem kratzwütigen Laufwerk wird sich wohl kaum durch irgendeine Reparatur lösen lassen. Ich hoffe man tauscht das Laufwerk gegen ein besseres aus. Aber ob ich das jemals erfahren werde, weiß ich nicht, denn von nun an werde ich die XBox beim Spielen immer in die Horizontale bringen.

Auch der Händler, in meinem Fall EXPERT, machte mich als Endverbraucher wieder glücklich und tauschte die kaputte Disc anstandslos um!
Service, wie er sein sollte.

Etwas Gutes hat die ganze Sache aber. Ich werde mich in den nächsten zwei Wochen voll auf die Uni konzentrieren können und kein GTA wird mich davon ablenken. Leider. Genug zu tun habe ich alle mal…


Bill Gates, du hast gewonnen – vorläufig! Bis ich Geld für einen iMac habe…

April 14, 2008

Es hat einen sehr sehr großen Bildschirm und sieht ungefähr so aus:

Was es nun ist, bedarf wohl auf Grund der grafischen Darstellung keiner Erklärung mehr. Ich möchte jedoch meiner Begeisterung noch kurz Ausdruck verleihen: WOOOOW!!!!!!!!!!1111

Ich hatte zwar schon ein Mal das Vergnügen ein MacBook zu bestaunen aber der iMac hat mich weit aus mehr aus den Socken gehauen. Gesehen habe ich ihn bei Saturn und war zunächst vom Design völlig baff. Ein netter, sehr kundiger Saturn-Mitarbeiter gesellte sich sehr rasch zu uns. Der Geek um die 40 mit der typischen dick gerahmten Brille und dieser „Microsoft den Tod!“-Überzeugung schmetterte sofort und ungefragt einen Anti-Windows und Pro-Apple Vortrag hin. Und das schlimme ist… er hatte recht! Vor allem Parallel Desktops war ein Zeugnis davon, wer hier eigentlich wen dominiert. Der Leopard ist schließlich ein Predator in seiner natürlichen Umgebung.

Genauso beeindruckend waren auch die zahlreichen Arbeitsflächen, in denen man unzählige Programme öffnen kann ohne Einbußen beim Speicher. Und das bei 1 GB Ram. Mit dem Systemwiederherstellungsprogramm Time Machine lässt sich jede Anwendung problemlos wiederherstellen. Wie bequem und leicht das ist, glaubt man erst wenn man es selbst gesehen hat (außer man ist nicht so Windoof-geschädigt wie ich). Schon mein iPod Nano war so intuitiv und unkompliziert aufgebaut, das er immer noch seinesgleichen sucht. Ich habe das Gefühl, dass jedes Mal, wenn bei Windows Fehler behoben werden, gleich ein neues Betriebssystem herausgebracht und als DAS System überhaupt beworben wird. Bei Apple ist das… Standard! Vista hat Flip 3D? Paah! Leopard „flipt“ Vista einfach in die Taskleiste!

Verdammt! Jetzt rede ich schon genauso wie der Geek von Saturn!!

Also. Nach ca. 45 sehr informativen Minuten war der Saturn-Mensch zwar noch lange nicht am Ende, aber wir fürchteten, unser Parkschein sei wahrscheinlich schon längst abgelaufen und so zogen wir mit offenen Mündern von dannen…

Was ich gelernt habe? Es ist niemals zu spät für Veränderungen und alteingesessene Dinge müssen nicht immer auch gut sein (wie der Konservativismus der kath. Kirche). Wenn ich groß bin, kaufe ich mir kein Auto, ich kaufe mir einen iMac…


Bill Gates, du hast gewonnen!

April 9, 2008

Ich habe mir eine Konsole gekauft!

Klar, ich habe auch Zugang zu einer Wii, aber… ich mag Mario einfach nicht! Die Wahl ist auf die Konsole von Microsoft gefallen (nein, ich wollte keine PS3! Und ich werde mich nicht dafür rechtfertigen!). Die XBox 360 für 299€ – ein Mal Tierfutter für Bills Meerschweinchen. Es ist die Premium Version im Bundle Pack mit Forza 2 und Viva Pinata und 20GB Festplatte.
Was daran so schlimm ist? Bestimmt nicht der Preis. Dass ich mich der Gate’schen Diktatur (mal wieder) unterwerfe, stört mich zwar schon, aber der rebellische Geist der 68er ist selbst zu mir, einer Gebühren zahlenden Studentin der Literaturwissenschaften, noch nicht so wirklich vorgedrungen (gab es in den 60ern überhaupt schon Nerds?). Also alles anscheinend keine Gründe um es nicht zu tun. Wäre da nicht ein sehr, sehr persönliches Anliegen…
Denn eigentlich bin ich ein PC-Kind. WASD ist für mich ein Akkord und die Maus, die Saiten, die ich anschlage. Eine Symbiose aus Hand/Augen-Koordination und Feinmotorik, die besonders bei meinem Lieblingsgenre, den Shootern, ihren Höhepunkt erreicht. Ich gebe zu, ich bin nicht die beste Spielerin. Auf LAN-Partys bilde ich eher das Schlusslicht und in Shootern sterbe ich schon mal öfter als andere, aber das spielt keine Rolle. Ich liebe das Genre! Und ich bin immer noch fest davon überzeugt, dass Shooter die ganze Vielfalt ihrer Spielmechanik nur auf einem PC bzw. mit einer Maus „in“ der Hand richtig entfalten können.
Was veranlasst mich also auf schnelle, gut gezielte Headshots (freue mich schon auf Post von Günther Beckstein) zu verzichten und stattdessen die Arbeit an meine grobmotorischen Daumen abzugeben?
Es ist so einfach wie es arm ist. Es fehlt mir an Geld. Ich habe nämlich gar keinen eigenen Computer. Und das wird in absehbarer Zeit wahrscheinlich auch so bleiben. Nur ein Beispiel: möchte ich mir eine Grafikkarte kaufen, die den heutigen grafischen Ansprüchen entspricht (sprich Crysis flüssig spielen können), z.B. eine nvidia 8800 GT mit 512MB Speicher, darf ich mit Minimum 200€ rechnen. Dazu dann ein Dual Core für um die 100€ und… Oh, gerade habe ich mir eine XBox gekauft!
Ich müsste mir also ein Komplettsystem für um die 1000€ kaufen. Hardware wird von Monat zu Monat billiger? Klar, und sofort drängt sich bessere, schnellere Hardware an die Spitze und das in einem Galopp, den sich die Erfinder von Pong nicht hätten träumen lassen. Sehe ich nicht ein… (oder bin einfach nur furchtbar neidisch…)

Was aber ist mit den Games? Das ist das zweite Problem! Zu oft saßen wir PCler in letzter Zeit vor der Kiste und schauten in die Röhre. Unfertige Titel voller Bugs (z.B. die beschnittene PC-Version von Splinter Cell: Double Agent, warum? weshalb?) und lange Wartezeiten auf längst erschienene Konsolen-Versionen waren das, was man uns zugemutet hat. Eine Frechheit! Dabei sind wir es, die die Hardware-Industrie ankurbeln (also mich direkt jetzt ausgeschlossen). Wir kaufen eure schnellen Karten, eure Prozessoren, euren Arbeitsspeicher. Wir kaufen teure Peripherie um den besten Spielgenuss zu erfahren, den ihr uns nun durch sogenannte „Exklusiv-Titel“ vorenthalten wollt! Ja, so ist es doch!!!
Nun werde ich aber zu emotional. Also, kurzgesagt, ich habe mir eine Konsole angeschafft, weil ich kein Geld für teure Hardware, keine Lust auf das Warten auf die PC-Version und Lust auf eben diese Exklusiv-Titel habe. Mehr Pros für eine Konsole als Contras. Das einzige Minus, das dick und fett wie wie ein Stahlträger über der ganzen Sache schwebt, ist der Preis für die Games. Aber wofür gibt es eBay und die Videothek? (Ahja, Titel ab 18 sind bei eBay ja nicht mehr verfügbar,… aber Vibratoren!)

Wie sich Ego-Shooter nun auf der XBox spielen, schreibe ich, wenn ich mich wieder beruhigt habe…


Schlüpfrig

April 8, 2008

Sag mir bitte einer warum Frau Yoko in dem Spiel „Kane & Lynch: Dead Man“, nachdem sie unfreiwillig das Zeitliche gesegnet hat, auch noch ihre weiße Hose fehlt? Zumindest liegt sie so da, mit Blut und Schrammen an den Beinen und die Hose ist futsch…

Ob es wohl etwas damit zu tun hat, was Lynch vor dem geplanten Austausch zu ihr sagte? Aber das schweift jetzt zu sehr aus…

P.S. Yoko trägt rosa Unterwäsche


Über Mediensozialisation

April 8, 2008

Als ich ungefähr 7 Jahre alt war, sah ich „Die vier Musketiere“ mit Richard Chamberlain. In diesem Film wurde viel gekämpft und viele Musketiere starben mit weit aufgerissenen Augen und einer Degenspitze in der Brust. Ich bekam Angst und weinte. Ich beschloss den klügsten Menschen um Rat zu fragen, den ich kannte. „Oma, aber warum wollen Menschen in einem Film mitspielen, in dem sie dann sterben sollen? Wollen diese Menschen sterben? Wissen sie, dass sie sterben werden?“
Meine Großmutter lachte herzlich und erklärte mir alles über Schauspieler, Kunstblut und Filmstunts. So viel, wie ein kleines Mädchen aufnehmen konnte. Da ich meiner Großmutter bedingungslose glaubte und vertraute, verschwand jede Furcht vor „gruseligen“ Filmen und so habe ich seit meinem siebten Lebensjahr so gut wie jeden Actionfilm geguckt ohne Angst zu bekommen. Ich liebte den Humor der Actionfilme der 90er Jahre, den ich heute schmerzlich vermisse. Ich wuchs auf mit Arnold Schwarzenegger und Bruce Willis. Sie haben zwar nicht mein Männerbild geprägt, jedoch aber meinen Filmgeschmack.
Ungefähr zeitgleich fand meine Kommunion statt. Anstatt mir goldenen Schmuck oder Spielzeug zu schenken, brachte mir mein Großvater einen Commodor64 mit. Heute frage ich mich allerdings wessen „Spielzeug“ der C64 wirklich war. Zunächst „malte“ ich Schlösser aus schwarzen Monsterpixeln auf giftgrünem Hintergrund (mein Großvater hatte Schwierigkeiten, die Spiele zu starten), aber schon bald schwang ich den Joystick und spielte Pacman mit Zahnbürsten (!!!) und Bowling. Zuerst auf Magnetbändern, dann auf 5,2″-Disketten. Es gab ein Spiel, hinter dessen Geheimnis ich bis heute nicht gekommen bin. Ein recht simpel aufgebautes Spiel. Zu sehen war nur schwarzer, leerer Raum. Dann kamen grüne Ringe auf einen zu, die wie ein Tunnel aneinander gereiht waren. Es galt durch diese Ringe zufliegen ohne sie zu berühren. Dabei wurde das Spiel immer schneller und schwieriger. Allerdings… ist man niemals irgendwo angekommen… (wer das Spiel kennt, soll sich bitte bei mir melden).
Meine nächste Erinnerung ist ein Packard Bell „Personal Computer“ mit Windows 95, 110 Mhz und MS-Dos-Spielen, die nicht starten wollten.

14 Jahre später spiele ich zur Entspannung immer noch Bowling. Allerdings reicht es heute dabei vollkommen aus, ein paar Gesten in der Luft zu vollführen…

Meine Mediensozialisation,

Danke, Oma und Opa!


Tütensuppen immer gut würzen!

April 8, 2008

… das und andere Belanglosigkeiten bald hier, auf ihrem Bildschirm.